Ehevertrag

Wenn die Hochzeitsglocken läuten, denken die wenigsten Verliebten daran, die Rechtsfolgen einer Eheschließung nicht nur dem Gesetz zu überlassen, sondern individuelle Regelungen mit dem Ehepartner hierüber zu treffen.

Dabei wäre dies in manchen Fällen sogar dringend notwendig, da die gesetzlichen Regelungen eben nicht auf alle Ehen passen. So hängt beispielsweise die Frage, ob die Eheleute einander Unterhalt schulden wollen, ob sie den in der Ehe hinzuerworbenen Zugewinn ausgleichen möchten oder ob Rentenansprüche im Falle einer Scheidung zu teilen sind, sehr stark von den individuellen Verhältnissen der jeweiligen Eheleute ab. Was für junge Eheleute mit Kinderwunsch notwendig ist, kann für ältere, kinderlose Ehepaare überflüssig oder gar nachteilig sein. Daher ist vor Eheschließung stets zu prüfen, ob ehevertragliche Regelungen beispielsweise zum Güterstand oder zur Frage eines nachehelichen Unterhaltsanspruchs ratsam oder notwendig sind.

In vielen Fällen genügt hier schon eine Erstberatung bei einem Fachanwalt für Familienrecht, um die junge Ehe jedenfalls in rechtlicher Hinsicht auf sichere Füße zu stellen.

Aktuelles im Rechtsbereich "Familie & Erben":

Vorsicht: Beim Antrag auf Elternzeit sind viele arbeitsrechtliche Hürden zu beachten

Viele Eltern möchten sich nach der Geburt ihres Kindes eine Auszeit vom Beruf nehmen, um voll und ganz für ihren Nachwuchs da sein. Allerdings muss dafür vorher ein wirksamer Antrag beim Arbeitgeber gestellt werden. Beabsichtigt ein Elternteil die Inanspruchnahme von Elternzeit innerhalb der ersten drei Lebensjahre des Kindes, so muss spätestens sieben Wochen vor Beginn des Eintrittsdatums in die arbeitsfreie Zeit ein korrekter Antrag gestellt werden. Das Bundesarbeitsgericht hat am 10.05.2016, 9 AZR 145/15 entschieden, dass dieser Antrag sehr strengen Schriftformerfordernissen genügen muss.

Keine Restschuldbefreiung für Unterhaltschulden? Warum Unterhaltspflichtige ihren Unterhaltstitel bei Änderung ihrer finanziellen Verhältnisse zeitnah abändern sollten

Das Amtsgericht Hannover hat sich am 28.09.2015 (Az.: 909 IK 1072/15) mit Verbindlichkeiten aus gesetzlichem Unterhalt beschäftigt. Die Richter entschieden, dass Unterhaltsforderungen schon dann aus der Restschuldbefreiung ausgeschlossen sind, wenn allein die Zahlung des Unterhalts unterlassen wurde. Das heißt, dass die bloße Nichtzahlung sowohl die gesetzlich vorgeschriebene Pflichtwidrigkeit als auch den Vorsatz indiziert und diesbezüglich keine Restschuldbefreiung erfolgt.

Nach Trennung: Wer zahlt die Miete der gemeinsamen Wohnung bis zur Kündigung?

Nach einer Trennung stehen viele Umbrüche an. Nicht selten sind auch Umzüge erforderlich, damit alle zufrieden sind und die Mieten der getrennten Haushalte finanziell abgedeckt werden können. Doch die Kündigungsfristen der alten Wohnung oder des Hauses sind dennoch einzuhalten, sodass zumindest für ein paar Monate nach der Trennung noch die Miete für die einst gemeinsam genutzte Wohnung bezahlt werden muss.

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