Unterhalt

Unter Ehegattenunterhalt verstehen die Juristen den Anspruch der Ehegatten vor Ehescheidung. Man nennt diesen Anspruch auch Trennungsunterhalt.
Ab der Scheidung schulden die geschiedenen Eheleute einander sog. Scheidungsunterhalt oder Nachehelichenunterhalt. Dieser ist von besonderen Voraussetzungen abhängig, wie beispielsweise Krankheit, Alter oder Arbeitslosigkeit.

Auch die Kinder haben einen Unterhaltsanspruch gegenüber dem Elternteil, der keine Betreuung leistet. Lebt also beispielsweise das Kind bei der Mutter, so hat das Kind einen Unterhaltsanspruch gegenüber dem Vater. Die Höhe des Unterhaltsanspruchs ergibt sich aus der Düsseldorfer Tabelle.
Sobald das Kind volljährig ist, richtet sich der Barunterhaltsanspruch gegen beide Eltern, unabhängig davon, wo das Kind lebt.

Während sich die Höhe der Unterhaltszahlungen bei dem Kindesunterhalt in der Regel recht einfach durch einen Blick in die Düsseldorfer Tabelle ermitteln lässt, stellt sich die Unterhaltsberechnung zwischen getrenntlebenden oder geschiedenen Eheleuten meist sehr viel komplexer dar. Hier sind genaue Sachverhaltsdaten erforderlich, um eine korrekte Unterhaltsberechnung zu erstellen.

Gerne übernehmen unsere erfahrenen Fachanwälte für Sie die Berechnung und Durchsetzung berechtigter Unterhaltsansprüche. Schreiben Sie uns an, um sich über die Kosten und die Unterlagen, die wir von Ihnen zur Berechnung benötigen, zu informieren.

Aktuelles im Rechtsbereich "Familie & Erben":

Vorsicht: Beim Antrag auf Elternzeit sind viele arbeitsrechtliche Hürden zu beachten

Viele Eltern möchten sich nach der Geburt ihres Kindes eine Auszeit vom Beruf nehmen, um voll und ganz für ihren Nachwuchs da sein. Allerdings muss dafür vorher ein wirksamer Antrag beim Arbeitgeber gestellt werden. Beabsichtigt ein Elternteil die Inanspruchnahme von Elternzeit innerhalb der ersten drei Lebensjahre des Kindes, so muss spätestens sieben Wochen vor Beginn des Eintrittsdatums in die arbeitsfreie Zeit ein korrekter Antrag gestellt werden. Das Bundesarbeitsgericht hat am 10.05.2016, 9 AZR 145/15 entschieden, dass dieser Antrag sehr strengen Schriftformerfordernissen genügen muss.

Keine Restschuldbefreiung für Unterhaltschulden? Warum Unterhaltspflichtige ihren Unterhaltstitel bei Änderung ihrer finanziellen Verhältnisse zeitnah abändern sollten

Das Amtsgericht Hannover hat sich am 28.09.2015 (Az.: 909 IK 1072/15) mit Verbindlichkeiten aus gesetzlichem Unterhalt beschäftigt. Die Richter entschieden, dass Unterhaltsforderungen schon dann aus der Restschuldbefreiung ausgeschlossen sind, wenn allein die Zahlung des Unterhalts unterlassen wurde. Das heißt, dass die bloße Nichtzahlung sowohl die gesetzlich vorgeschriebene Pflichtwidrigkeit als auch den Vorsatz indiziert und diesbezüglich keine Restschuldbefreiung erfolgt.

Nach Trennung: Wer zahlt die Miete der gemeinsamen Wohnung bis zur Kündigung?

Nach einer Trennung stehen viele Umbrüche an. Nicht selten sind auch Umzüge erforderlich, damit alle zufrieden sind und die Mieten der getrennten Haushalte finanziell abgedeckt werden können. Doch die Kündigungsfristen der alten Wohnung oder des Hauses sind dennoch einzuhalten, sodass zumindest für ein paar Monate nach der Trennung noch die Miete für die einst gemeinsam genutzte Wohnung bezahlt werden muss.

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