Medizin & Soziales

Das Medizinrecht ist ein sensibles Thema. Zwischen Arzt und Patienten besteht nicht nur auf rechtlicher Ebene ein Vertrag, sondern auch auf zwischenmenschlicher Ebene ein Vertrauensverhältnis. Ein ärztlicher Eingriff ist laut regelmäßiger Rechtssprechung immer noch ein Körperverletzung, welche nur durch die Einwilligung des Patienten gerechtfertigt werden kann. Zumeist ist es einem Patienten mangels Fachwissen bei einer Behandlung nicht möglich, die Maßnahmen des Arztes, in die er einwilligen soll, zu kontrollieren. So kann ihm nur mit bestmöglicher und laienverständlichen Aufklärung ansatzweise deutlich gemacht werden, was ihm fehlt und wie dagegen vorgegangen werden kann. Sollte dem Arzt während seiner Behandlung dennoch ein Fehler unterlaufen sein, so kann dieser zwar nicht mehr rückgängig gemacht werden, aber wenigstens steht dem Geschädigten ein Schadensersatzanspruch zu. Unser Fachanwalt im Medizinrecht Dirk Möller unterstützt Sie professionell bei der Durchsetzung Ihrer Rechte.

Weiterhin betreuen wir Sie auch im Sozialrecht. Das Sozialrecht ist sehr unübersichtlich und in zwölf Sozialgesetzbüchern geregelt. Wichtig hierbei ist, dass Sie der Behörde auf Augenhöhe entgegentreten können und sich nicht mit dem Hinweis auf einen Paragraphen begnügen müssen. Insofern können mit einem rechtlichem Beistand die Chancen auf eine erfolgreiche Klage wesentlich erhöht werden.

Relevante Themen:

Aktuelles aus dem Rechtsbereich "Medizin & Soziales":

Kassenpatienten: Nur im Notfall private Psychotherapie – auch bei langer Wartezeit

Oft müssen Kassenpatienten mehrere Wochen oder eher Monate auf eine Psychotherapie warten – zu lange, wenn dringender Behandlungsbedarf besteht. Weicht der Patient folglich auf eine private Therapie aus – ohne Absprache mit seiner Krankenkasse, so läuft er Gefahr, auf seinen Kosten sitzen zu bleiben.

Neues vom BGH: Tierärzte können nun leichter wegen grober Behandlungsfehler haftbar gemacht werden

Fehler von Ärzten haben nicht nur in der Humanmedizin, sondern auch in der Veterinärmedizin oftmals schlimme Folgen. Dies zeigt auch ein Fall, den jetzt der Bundesgerichtshof zu entscheiden hatte (Az.: VI ZR 247/15): Eine Pferdezüchterin rief ihren Tierarzt, da ihr Deckhengst eine Wunde am Bein hatte. Der Tierarzt untersuchte das Tier, versorgte die Wunde, nahm aber keine weiteren Untersuchungen vor. Eine mögliche Knochenfissur zog er nicht in Betracht. Fehlerhafterweise verordnete er nur zwei Tage Schonung des Tieres, obwohl der Knochenriss komplette Ruhe zur Heilung gefordert hätte. Es kam wie es kommen musste: Kurze Zeit später entwickelte sich die vom Tierarzt nicht bedachte Fissur zu einem kompletten Bruch des Knochens, der wertvolle Hengst musste infolgedessen eingeschläfert werden.

Lipödem, Liposuktion und Krankenkassen - Änderung der Rechtsprechung in Sicht? Oder: Das lange Warten auf das Bundessozialgericht

Im Juli 2015 hatten wir einen Artikel zu einer Entscheidung des Sozialgerichts Dresden vom 13.03.2015 (Az. S 47 KR 541/11) veröffentlicht, in der das Gericht eine gesetzliche Krankenkasse zur Übernahme der Kosten für eine stationär durchzuführende Liposuktion (Fettabsaugung) verurteilt hatte.
Anders als bei neuen Behandlungsmethoden im ambulanten Bereich, seien, so das SG Dresden, im stationären Bereich neue Behandlungsmethoden grundsätzlich zugelassen, solange sie nicht durch den gemeinsamen Bundesausschuss negativ beurteilt wurden und der Nutzen der Methode durch wissenschaftliche Studien belegt sei.

Ihr Ansprechpartner:

Dirk Möller

Rechtsanwalt, Fachanwalt für Medizinrecht

0202 245 67 0

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