Praxiskauf und -verkauf

Käufer wie Verkäufer einer Arztpraxis sehen sich erheblichen rechtlichen Herausforderungen ausgesetzt. Zu berücksichtigen sind neben den steuer(recht)lichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die zivilrechtlichen und öffentlich-rechtlichen Regelungen. Von besonderer Wichtigkeit beim Praxiskauf sind die Koordination des Nachbesetzungsverfahrens in zulassungsgesperrten Gebieten, bei dem die KÄV und der Zulassungsausschuss für Ärzte zu beteiligen sind. Mit dem Praxiskaufvertrag sind unter anderem die "Übernahme" des bestehenden Mietvertrages über die Praxisräume, die Übernahme der bestehenden Arbeitsverhältnisse, der Umgang mit den Patientenakten und nicht zuletzt die Notwendigkeit einer Konkurrenzschutzklausel zum Schutze des Erwerbers zu regeln.

Wiederum andere Probleme stellen sich beim Verkauf eines Anteils an einer ärztlichen Berufsausübungsgemeinschaft. Hier muss der ausscheidende Gesellschafter einen Vertrag über den Anteilskauf mit seinem Nachfolger/seiner Nachfolgerin schließen, wobei hier auch die Rechte der anderen GesellschafterInnen zu berücksichtigen sind.

Werden die Risiken des Praxis- und Anteilsverkaufs nicht beachtet, drohen Käufer wie Verkäufer nicht kalkulierbare rechtliche und steuerliche Risiken.

Eine rechtliche und steuerliche Beratung ist daher dringend geboten, um derartige Risiken weitgehend zu vermeiden und die Praxis- bzw. Anteilsübertragung nicht scheitern zu lassen.

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