Arbeit & Beruf

Dem Arbeitsrecht kommt ein hoher Stellenwert im alltäglichen Berufs- und Arbeitsleben zu. Schließlich verbringen wir häufig mehr Zeit im Büro oder im Betrieb, als in den eigenen vier Wänden.

Nur mit fundierten Kenntnissen über die aktuelle Rechtsprechung und Gesetzeslage lassen sich arbeitsrechtliche Fragestellungen und Problemfelder zielgenau lösen.

Egal ob es um die Gestaltung von Arbeitsverträgen, die Beendigung von Arbeitsverhältnissen durch Kündigung oder Aufhebungsverträge oder die allgemeine Beratung von Unternehmern, Personalabteilungen und Betriebsräten geht, helfen wir schnell und unkompliziert.

Wir beraten und vertreten Sie als Arbeitgeber und Arbeitnehmer in allen arbeitsrechtlichen Bereichen sowohl außergerichtlich als auch gerichtlich.

Relevante Themen:

Aktuelles im Rechtsbereich "Arbeit & Beruf":

Vorsicht: Beim Antrag auf Elternzeit sind viele arbeitsrechtliche Hürden zu beachten

Viele Eltern möchten sich nach der Geburt ihres Kindes eine Auszeit vom Beruf nehmen, um voll und ganz für ihren Nachwuchs da sein. Allerdings muss dafür vorher ein wirksamer Antrag beim Arbeitgeber gestellt werden. Beabsichtigt ein Elternteil die Inanspruchnahme von Elternzeit innerhalb der ersten drei Lebensjahre des Kindes, so muss spätestens sieben Wochen vor Beginn des Eintrittsdatums in die arbeitsfreie Zeit ein korrekter Antrag gestellt werden. Das Bundesarbeitsgericht hat am 10.05.2016, 9 AZR 145/15 entschieden, dass dieser Antrag sehr strengen Schriftformerfordernissen genügen muss.

Erhöhung des Mindestlohns ab 2017: 8,84 € die Stunde – was Arbeitgeber beachten müssen

Seit 2015 müssen die Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern einen Mindestlohn von 8,50 € zahlen. Viele Neuerungen, die damals eingeführt wurden, bleiben auch im Jahr 2017 unverändert. Allerdings ist insbesondere bei Minijobbern Vorsicht geboten:
Die Unternehmen müssen ihren Mitarbeitern nicht nur 8,84 € pro Stunde zahlen, sondern auch die bestehenden Arbeitsverträge kontrollieren und gegebenenfalls abändern.

Wie präzise eine Änderungskündigung vom Arbeitgeber auf die neuen Aufgaben eingehen muss, damit diese wirksam ist

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat in einem aktuellen Urteil vom 26.01.2017 darüber entschieden, wie genau eine Abänderung des Aufgabenfeldes bei einer Änderungskündigung vom Arbeitgeber beschrieben werden muss (Az.: 2 AZR 68/16). Dabei muss der Arbeitnehmer bei Annahme des Änderungsangebotes genau wissen, worauf er sich in Zukunft einzustellen hat; allgemeine Bezeichnungen und Formulierungen reichen dabei – im Gegensatz zum normalen Arbeitsvertrag – jedenfalls nicht aus. Damit hat das BAG die Rechte der Arbeitnehmer entscheidend gestärkt.

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Sandra Krämer

Rechtsanwältin, Fachanwältin für Insolvenzrecht

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