Mietvertrag

Der Mietvertrag regelt die rechtlichen Beziehungen zwischen Mieter und Vermieter für die gesamte Dauer des Mietverhältnisses.

Ist er einmal abgeschlossen, kann er von keiner Seite mehr einseitig geändert werden. Da Mietverhältnisse in der Regel mehrere Jahre dauern, lohnt es sich sowohl für Mieter, als auch für Vermieter, den Vertrag genau zu lesen und die einzelnen Regelungen genau zu überdenken.
Für den Mieter ist es wichtig zu kontrollieren, ob zum Beispiel die Kaution nicht zu hoch festgesetzt ist (maximal drei Nettokaltmieten).
Bedeutsam ist auch die Frage, in welchem Zustand die Wohnung übernommen wird.
Hier sind klare Absprachen zu treffen, wer noch welche Arbeiten zu erledigen hat und in welcher Zeit.

Geregelt werden sollte auch, ob der Mieter eine Anfangsrenovierung durchführt und in welchem Zustand er die Mietsache am Ende wieder zurückgeben muss. Ist der Zustand der Mietsache am Anfang nicht genau festgehalten, so gilt der tatsächliche Zustand bei Beginn des Vertrages als derjenige, den der Vermieter schuldet. Der Mieter kann dann eben nicht mehr verlangen, dass der Vermieter noch bestimmte Mängel, die von Anfang an vorhanden gewesen sind und die der Mieter auch kennt, beseitigt.

Für den Vermieter, der in der Regel ein Musterformular verwendet, ist es wichtig, dieses Formular richtig und vollständig auszufüllen. Werden hier Kreuzchen vergessen, so kann dies schnell dazu führen, dass nicht der Mieter, sondern der Vermieter für die Schönheitsreparaturen  oder gar für die Nebenkosten zuständig ist.
Da sich die Rechtsprechung in Bezug auf mietvertragliche Regelungen ständig ändert, ist es auch wichtig, immer aktuelle Mietvertragsvorlagen zu verwenden. In veralteten Formularen können leicht unwirksame Vereinbarungen enthalten sein. Es lohnt sich daher für beide Seiten, den Vertrag vor Unterzeichnung zu überprüfen und bei Unsicherheit gegebenenfalls auch einen Fachmann zu Rate zu ziehen.

Aktuelles im Rechtsbereich "Mieten, Bauen, Wohnen":

Vorgetäuschter Eigenbedarf: Mieter haben bei Kündigung Schadensersatzanspruch!

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe springt in einem aktuellen Urteil Mietern zur Seite, die von ihren Vermietern auf besonders dreiste Weise die Kündigung erhalten haben. Die Quintessenz: Wer wegen angemeldeten „Eigenbedarfs“ der Vermieter die Wohnung verlassen muss, kann von diesem Schadensersatz fordern, wenn tatsächlich in der Folge einfach andere Personen einziehen, die vom „Eigenbedarfsbegriff“ gar nicht umfasst sind (BGH, Urteil vom 10.06.2015 - Aktenzeichen VIII ZR 99/14).

Optische Mängel am Bau? So einfach entkommt der Bau-Unternehmer nicht!

Wenn die eigenen vier Wände gebaut werden ist die Vorfreude auf den Einzug verständlicherweise groß. Genauso nachvollziehbar ist dann auch, dass diese Vorfreude getrübt wird, wenn die Bauherren optische Mängel am Haus oder der Eigentumswohnung feststellen.

Tipp für Vermieter: Außerordentliche Kündigung immer mit ordentlicher Kündigung verbinden

Zahlt ein Mieter die vereinbarte Miete nicht pünktlich oder gar nicht, so fragen sich Vermieter regelmäßig, ob und wie sie den Mietvertrag kündigen können, um verlässlichere Mieter zu bekommen.

WDR Servicezeit: RA Schöning Studiogast zum Streit zwischen Nachbarn

In wenigen Lebenslagen besteht so viel rechtliches Konfliktpotenzial wie zwischen Nachbarn. Denn klar ist, dass Ärger dort geradezu vorprogrammiert ist, wo viele Menschen mit unterschiedlichen Vorlieben, Ansichten und Lebenskonzepten auf engem Raum miteinander auskommen müssen.

Unser Paketangebot für Sie:

Zum Angebot

Ihr Ansprechpartner:

Oliver Schöning

Rechtsanwalt, Fachanwalt Familienrecht, Fachanwalt Miet- und Wohnungseigentumsrecht

0202 24567 0

zum Portrait

Aktuelle Rechtsinformationen per GKS-Newsletter - alle zwei Monate neu!

Kontakt